Island – ein Naturschauspiel

Eine isländische Lokal-Weisheit besagt „wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach 10 Minuten“.  Und was soll ich sagen – es stimmt. Island war eins der ersten Länder, in dem ich meine bisherige Erkundungstaktik – mit ipod zu Fuß auf Erkundungstour – überdenken musste, da die Highlights durchaus weitläufig über das Land verstreut sind und Reykjavik durchaus eine vergleichsweise kleine Stadt ist.
Bei so einem Tagesausflug begegnet einem wettertechnisch tatsächlich alles – strahlender Sonnenschein, Schneesturm und Wind(böen) die jedem Schaf die Locken vertreiben würden. Eindrucksvoll auch wenn man eben noch fotografierend an einer Klippe stand, zum Perspektivenwechsel in die Hocke geht um im nächsten Moment festzustellen – diese unvorhersehbare Windböe hätte mich stehend vermutlich um 2-3 Schritte „versetzt“, und dort wäre die Klippe schon aus gewesen.
Grundsätzlich bleibt aber zu sagen: Anfang April ist dort noch richtig Winter, richtig kalt – also auf jeden Fall mehrere (winddichte) Schichten, inkl. Skiunterwäsche einpacken!
Noch etwas, das man überall in Island sieht, Isländer Pferde, die das ganze Jahr über draußen auf der Koppel leben. Zudem kann man an den Pferden ablesen, woher der Wind gerade kommt – die Herde steht eng zusammen und dreht immer den Hintern dem Wind entgegen, nur einer aus der Herde schiebt sozusagen „Wache“ und trotz dem Wind, um sicherzustellen, dass sich nicht unbemerkt Gefahr nähert. Außerdem dürfen Pferde die einmal die Insel verlassen haben, nie wieder zurück kommen. Was daran liegt, dass auf der Insel keins der Pferde geimpft ist oder werden muss – nicht zuletzt weil die Regularien so streng sind und damit nichts eingeschleppt werden kann.

Ein besonderes Highlight war der Besuch in der sogenannten „Blue Lagoon“. Von diesen warmen Quell-Pools und -Bädern gibt es zwar mehrere auf der Insel, allerdings sind nicht viele a) so gut erreichbar und b) so gut ausgebaut.
Es heißt die Blue Lagoon sei überlaufen – was aber im Vergleich zu hiesigen Thermalbädern – als Übertreibung gewertet werden kann.
Es war ein grandioses Erlebnis das man auf keinen Fall auslassen sollte, wenn man in Island ist.

Island grundsätzlich ist ein Land voller Naturspektakel und eindrucksvoller Plätze, Aus- und Ansichten.
Geysiere, Wasserfälle oder der Ort wo zwei Kontinentalplatten sich voneinander weg bewegen, wo dazwischen Landmasse entsteht und man sogar zwischen den Kontinentalplatten tauchen kann.
Einzig die Nordlichter blieben nach dieser Reise noch auf der Bucketlist stehen, hier war uns das Wetter leider nicht gewogen.

Fazit: Island, ein tolles Land, absolut sehenswert und staunen garantiert!