Venedig war bereits seit jeher einer jener Plätze auf dieser Erde die auf meiner ganz persönlichen „musst du gesehen haben“-Liste standen. Nur der passende Moment hatte sich noch nicht bieten wollen. Zumal es nicht die Stadt ist, an die man zuerst denkt wenn man alleine verreisen wird.
Venedig, der Inbegriff der Stadt der Liebe und Liebenden, voller romantischer Geschichten (egal ob wahr oder erfunden).
Im Gegenzug, so heißt es, ist Venedig insbesondere zum Karneval und im Sommer von Touristen völlig überlaufen, brütend heiß und es herrsche ein ständiges Gedrängel und Geschiebe in den vielen kleinen Gassen und ganz besonders an den berühmtesten Ecken.
Unter diesen Vorzeichen und mit diesen Argumenten hatte mein Freund einen Trip nach Venedig abgewunken und ich mich damit arrangiert, bei Gelegenheit möglicherweise alleine hinzufahren.
Wenige Wochen nach meinem Geburtstag, im sommerlichen Urlaubsmodus bekam ich nun den Auftrag ein paar Sachen für einen Überraschungsausflug zu packen. Ich sollte Wanderschuhe aber auch ein hübsches Kleidchen einpacken – was in der Kombination so gar keinen Sinn machen wollte. Wozu sollte ich bei einer Wandertour bitteschön ein Sommerkleidchen brauchen?
Letztendlich „durfte“ ich die Wandersachen zu Hause lassen und hatte (für den Fall der Fälle) meine Kamera in die Tasche geworfen als es losging.
Am Flughafen angekommen hatte ich noch immer keine Ahnung wo es nun wirklich hingehen sollte, erst als wir zum boarding ans Gate ging, war das Rätsel gelüftet – es geht nach Venedig <3
So ging eine mehrtägige Reise, voller Überraschungen und einmaliger Erfahrungen los, mit dem Freund, der sich diebisch darüber gefreut hat, dass ich bis zum letzten Moment keinen blassen Schimmer hatte.
In Venedig angekommen, ging es mit dem Wassertaxi vom Flughafen zum Hotel, auf einer eigenen, kleinen, der Stad vorgelagerten Insel. Von diesem traumhaften Hotel aus starteten wir so einige Tage vollgepackt mit Erfahrungen, zauberhaften Orten, wundervollen kleinen Lokalen mit tollem Essen und ganz viel wir-Zeit.
Am Ende standen ein paar Erkenntnisse: Venedig ist gar nicht überall so überlaufen, zu Fuß durch die Gassen „irrend“ entdeckt man spannende Ecken, Fotomotive gibt es in rauen Mengen, eine der besten „free walking tours“ die ich je machen durfte, zauberhafte kleine Lokale zum Abendessen mit tollem Wein…ein paar Tage voll gefüllt mit viel Lachen, ständig neuen Eindrücken, tolles Essen, köstlicher Wein, uneingeschränkte uns-Zeit und einmalige Erinnerungen.










